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Mieter gesucht!
Die sieben häufigsten Fehler bei der Mietersuche.

 

 

Wird ein neuer Mieter gesucht, sollten Vermieter die sich ohne Makler auf die Mietersuche begeben, folgende sieben Fehler vermeiden.
Denn nur so können sich Vermieter viel Ärger und finanzielle Risiken ersparen.

1. Die Miete wird für den Mieter zu niedrig oder zu hoch angesetzt

Am Anfang einer jeden Neuvermietung steht die Frage, wie viel Miete kann man überhaupt verlangen? Im Gegensatz zum Makler, der den Immobilienmarkt kennt, muss sich der Vermieter erst einmal zu diesem Thema schlau machen. Die vom Staat in einer Vielzahl von Städten und Gemeinden ins Leben gerufene Mietpreisbremse und die Kappungsgrenze machen die Mietpreisfindung nicht leichter.

Miete ist zu niedrig

Wird die Miete im Mietvertrag zu niedrig angesetzt, erschwert die Kappungsgrenze mit einer innerhalb von drei Jahren maximal möglichen Mieterhöhung von 15 oder 20 Prozent (je nach Gemeinde) die nachträgliche Anpassung der Miete erheblich. So kann es sein, dass dem Vermieter nach Abzug der Instandhaltungs- und Verwaltungskosten über mehrere Jahre hinweg kaum noch Gewinne übrig bleiben.

Miete ist zu hoch

Wohnung sucht MIeterBei einer zu hohen Miete hingegen, wird es womöglich schwierig, solvente Mieter zu finden. Bekanntlich steigen mit dem Preis auch die Ansprüche an die Wohnung. Viele der potentiellen Interessenten werden daher nach Erhalt der Eckdaten, oder spätestens bei der Besichtigung abspringen. Die Wohnung könnte dadurch länger als erwartet leer stehen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich der Mieter die hohe Miete auf Dauer nicht leisten kann und bei der erstbesten Gelegenheit in eine günstigere Wohnung wechselt.

2. Die Immobilienanzeigen sind falsch

Pflichtangaben fehlen in der Anzeige

Falsche ImmobilienanzeigenDie Wohnung hat keinen Balkon? Das Badezimmer ist nur mit einer Dusche ausgestattet? Diese Informationen müssen nicht in der Immobilienanzeige stehen, andere hingegen sind sogar Pflicht. Liegt dem Vermieter der Energieausweis bereits vor, müssen sie seit dem 01.05.2014 in kommerziellen Anzeigen bestimmte Daten des Energieausweises (mehr dazu im Ratgeber Energieausweis Pflichten für Vermieter) aufführen. Vermietern die diese Angaben vergessen, droht im Extremfall ein Bußgeld bis zu 15.000,- €.

Wunschmieter in Anzeigen

Single männlich Mitte 30, älteres Ehepaar oder junge Familie — Vermieter haben unterschiedliche Vorstellungen darüber, wem sie ihre Wohnung am liebsten überlassen würden. Wenn Sie als Vermieter ihre Wünsche in der Miet-Anzeige aufführen, sollten Sie auf keinen Fall das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz außer Acht lassen. Denn wenn sich der Wohnraum nicht auf demselben Grundstück wie Ihre Wohnung befindet, greift es je nach der Anzahl der von Ihnen zu vermietenden Wohnungen eingeschränkt, oder im vollen Umfang.

3. Besichtigung mit Mietinteressenten ohne Energieausweis

Energieausweis Bandtacho

Noch immer machen viele Vermieter den Fehler, Mietinteressenten bei den Besichtigungen den Energieausweis nicht zu zeigen.
Laut § 16 Abs. II S. Energieeinsparverordnung ist der Vermieter dazu verpflichtet, dem Mietinteressenten den Energieausweis unaufgefordert vorzulegen, oder einen deutlich sichtbaren Aushang des Energieausweises in der Wohnung oder dem Haus zu gewährleisten.
Achtung! Auch hier droht ein Bußgeld von bis zu 15.000,-€

4. Vermieter entscheiden sich für den falschen Mieter

Häufig entscheiden sich Vermieter ausschließlich über Sympathie, Bauchgefühl und den ersten Eindruck für einen der Bewerber. Einige wichtige Kriterien bleiben dabei aber leider auf der Strecke: Der neue Mieter muss in die Hausgemeinschaft passen, möglichst viele Jahre in der Wohnung bleiben und vor allem regelmäßig seine Miete bezahlen können. Immobilienmakler sind bei der Auswahl des richtigen Mieters weit objektiver, routinierter und konsequenter bei der Überprüfung der Bonität und beachten auch hier das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

 

5. Falscher und unvollständiger Mietvertrag 

falscher Mietvertrag Fehler bei der Mietersuche

Wird der Mietvertrag vom Immobilienmakler erstellt, kommt der Vermieter dabei in der Regel recht gut weg. Besorgt sich der Vermieter hingegen den Mietvertrag im Internet, kann es sein das der Vertrag im rechtlichen Sinne veraltet ist und für den Vermieter wichtige Punkte wie z.B. die Kleinreparaturklausel oder die Schönheitsreparaturen nicht oder falsch aufgeführt sind. Häufig werden auch wichtige Anlagen wie z.B. das Übergabeprotokoll nicht im Mietvertrag erfasst.

6. Lückenhaftes Übergabeprotokoll

In welchem Zustand wird die Wohnung vom neuen Mieter übernommen? Wie sind die Zählerstände? Vermieter die ihre Wohnungsübergabe selbst in die Hand nehmen vergessen häufig wichtige Kriterien für ein ordnungsgemäßes Übergabeprotokoll. Dies kann sich sehr schnell als folgenschwerer Fehler erweisen. Denn werden bestehende Mängel nicht richtig protokolliert, hat der Mieter die Möglichkeit eine Mietminderung durchzusetzen. Wird hingegen, ohne dies entsprechend zu erfassen, die Wohnung in einem renovierten und tadellosen Zustand an den Mieter übergeben, rächt sich das lückenhafte Übergabeprotokoll spätestens beim Auszug des Mieters.

7. Wohnungsgeberbestätigung wird nicht, oder nicht rechtzeitig ausgestellt

Zieht ein neuer Mieter in die Wohnung, müssen Vermieter laut § 19 Abs. 1 Bundesmeldegesetz dem Mieter dies innerhalb einer Frist von 14 Tagen in einer Wohnungsgeberbestätigung bzw. Vermieterbescheinigung schriftlich bestätigen. Denn nur mit dieser Bescheinigung kann der Mieter seinen Einzug bzw. Umzug in die neue Wohnung gegenüber dem Einwohnermeldeamt nachweisen.
Achtung! Kommt der Vermieter dieser Verpflichtung nicht, oder nicht rechtzeitig nach droht ein Bußgeld von bis zu 1.000,-€

Fazit:

Obwohl in diesem Ratgeber nur einige der häufigsten Fehler von Vermietern bei der Mietersuche aufgeführt wurden, wird schnell klar — die Suche nach dem passenden Mieter ist voller finanzieller Fallstricke. Wer sich also ohne die Hilfe eines Maklers auf die Suche nach einem Mieter macht, muss viele Punkte beachten, damit die anfängliche Kostenersparnis nicht im nachhinein zur Kostenfalle wird.

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